Ich baue einen digitalen Garten

Foto: Carmen Radeck

Ich freu mich immer, wenn mich Worte oder Zitate anspringen, die gleich etwas in mir auslösen. Zum Beispiel: Funcomfortable. Oder Midlife Relief statt Midlife Crisis (Danke Alice!).

Oder eben: Digital Garden!

Wo mir dieses Konzept über den Weg gelaufen ist, weiß nicht mehr so genau. Aber es fühlte sich genau danach an, womit ich mich identifizieren konnte.

Was mir an dem Begriff sofort gefiel, waren diese Wortkombination aus unterschiedlichen Welten. Die virtuelle Welt aus Nullen und Einsen und die analoge Welt aus Dreck und Wasser. Und dann diesen Bildern oder Assoziationen, die man gleich im Kopf hat: Etwas säen oder pflanzen. Sich die Hände schmutzig machen, Werkzeuge verwenden, was ausprobieren, auch mal Unkraut jäten.

Vor allem aber klang es mal wieder nach Spaß!

Der war mir in den letzten ein, zwei, drei Jahren, muss ich zugeben, etwas abhanden gekommen. Aber mit dem Digitalen Garten war er wieder da.

Bunt. Blühend. Verwelkend. Wachsend. Auch mal was Unperfektes raushauen. Was noch nicht ganz Fertiges, ein paar Samenkörnchen streuen und gucken, was daraus entsteht.

Das entspricht gerade total meiner Haltung. Ein bisschen weg von Content Marketing, How to und die zehn besten Wasauchimmer.

Also, was brauche ich? Ein Stück digitales Land, ein Beet, Substrat (Brain!), Samenkörner, Pflanzen, Ableger.

Einen analogen grünen Daumen hab ich ja ehrlich gesagt nicht so wirklich. Aber vielleicht einen digitalen.


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About the author

Carmen Radeck

Carmen is a journalist, podcaster and passionate activist for the start-up scene in the Ruhr region. She has been running the startup blog RuhrGründer since 2014 and is co-founder of events such as RuhrSummit, Fuckup Nights Ruhrgebiet and Female Founders Ruhr.

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